Kategorie: Vorsorgevollmacht u. Patientenverfügung

Ein Bevollmächtigter ist die Person, die aufgrund einer Vorsorgevollmacht für den entscheidungsunfähigen Vollmachtgeber handeln soll. Da der Bevollmächtigte (anders als ein vom Gericht bestellter Betreuer) grundsätzlich nicht der gerichtlichen Kontrolle und Aufsicht unterliegt, sollte der Vollmachtgeber zum Bevollmächtigten ein besonderes Vertrauensverhältnis haben. Eine bestimmte Form ist für die Vollmacht nicht erforderlich. Die Vorsorgevollmacht kann für

Juristen bezeichnen das Rechtsverhältnis zwischen Vollmachtgeber und Dritten (beispielsweise Geschäftspartnern) als Außenverhältnis. Dessen Gestaltung entscheidet darüber, wann eine Erklärung des Bevollmächtigten den Vollmachtgeber bindet. Davon zu unterscheiden sind Beschränkungen des Bevollmächtigten im sogenannten Innenverhältnis, die in der Regel keine Wirkung auf das Außenverhältnis haben.

Das Original einer notariell beurkundeten Vollmacht verbleibt beim Notar. Die Ausfertigung ist eine “amtliche Kopie” dieser Urschrift. Sie vertritt die Urschrift im Rechtsverkehr (§ 47 BUrkG), kann also im Rechtsverkehr wie das Original eingesetzt werden. Die Ausfertigung ist zwingend mit einem Ausfertigungsvermerk zu versehen. Sie ist nur dann erforderlich, wenn der Besitz der Urkunde materiell-

Volljährigen, die aufgrund einer psychischen Erkrankung oder Behinderung ihre Geschäfte nicht mehr selbst besorgen können, wird vom Betreuungsgericht ein gesetzlicher Betreuer als Vertreter bestellt. Das ist nicht erforderlich, wenn die Angelegenheiten des Betroffenen aufgrund einer Vollmacht erledigt werden können. Vor Bestellung eines Betreuers prüft das Gericht deshalb, ob der Betroffene eine Vorsorgevollmacht erteilt hat und